genresAngesichts einer dramatisch schwindenden Vielfalt an Wildreben und der Gefahr des Aussterbens seltener, an bestimmten Orten entstandener heimischer (autochthoner) Rebsorten initiiert und verfolgt das Institut seit 1979 Aktivitäten zu deren Erhaltung. Gemeinsam mit BIOVERSITY International und der Internationalen Weinorganisation (OIV) begann das Institut mit der Bestandsaufnahme der weltweit existierenden Rebenvielfalt. Daraus entstand der Internationale Rebsortenkatalog VIVC. Er enthält wichtige Angaben (so genannte Passportdaten) von mehr als 20.000 Rebsorten, Wildartenselektionen sowie Zuchtstämmen und dokumentiert ihr Vorkommen in den 130 Rebsortimenten aus 43 Ländern.

Für die Beschreibung, Unterscheidung und Identifikation von Rebsorten werden sowohl Trieb-, Blätter- und Traubenmerkmale erfasst als auch genetische Fingerabdrücke erstellt, die zur Klärung von Verwandtschaftsbeziehungen beitragen. Mit über 3.400 Akzessionen (Mustern von Reben) verfügt der Geilweilerhof über eines der weltweit größten Rebsortimente und trägt so dazu bei, die genetischen Ressourcen für künftige Generationen zu sichern.

Das Institut ist an internationalen Projekten beteiligt, managt die „Europäische Vitis Datenbank“ und ist Mitglied der Vitis Arbeitsgruppe des Europäischen Kooperationsprogramms für genetische Ressourcen. National koordiniert es das im Jahr 2010 gestartete Netzwerk „Deutsche Genbank Reben“.