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Heute haben wir wieder eine Publikation direkt aus der Forschung für Euch.
Nämlich die computertomographische Untersuchung des Wurzelsystems bei Weinreben.
Die Wurzeln vermitteln die Interaktion zwischen Pflanze und Boden und sind verantwortlich für die Wasser- und Mineralienaufnahme. Damit spielen sie eine entscheidende Rolle nicht nur bei der Frage der Standorteignung. So hängt die Fähigkeit auf Stressfaktoren wie z. B. Trockenheit und Wassermangel zu reagieren auch von der Wurzelarchitektur ab. Dies ist insbesondere bei Dauerkulturen wie die Weinrebe ein wichtiger Aspekt. Aber wie kann man das im Boden nicht sichtbare Wurzelwerk zerstörungsfrei untersuchen? In Zusammenarbeit mit der Universität Nottingham in Großbritannien wurden dafür das Wurzelwerk von verschiedenen jungen Topfreben mit Computertomografie untersucht und hochauflösende dreidimensionale Bilder erstellt. Es konnte gezeigt werden, dass die einzelnen Wurzelparameter wie z. B. Wurzellänge und Seitenwurzelanzahl deutlich rebsortenspezifisch, also genetisch determiniert sind, und weniger vom Bodentyp abhängen. 
Hier findet ihr die ganze Publikation 
https://doi.org/10.5073/vitis.2021.60.21-27

Hier findet ihr ein anschauliches Video zu dem Thema. 
https://www.nottingham.ac.uk/hiddenhalf/fruit/grapevine.aspx

 

Publikation CT Wurzelsystem

Während draußen die Weinberge noch mitten im Winterschlaf sind, laufen die Verkostungen der Weine aus dem Zuchtweinkeller. Begonnen wurde mit den Rebensämlingen, den direkten Nachkommen einer Kreuzung.
Ein Sämling wächst direkt aus einem Traubenkern, der aus einer Kreuzung hervorgeht. Gefällt der Stock den Züchtern, werden die Trauben aus diesem Sämling zu Wein verarbeitet („Mikrovinifikation“). Im Zuchtweinkeller läuft alles ein bisschen anders, wie in einem normalen Weinkeller. Die Trauben der Sämlinge ergeben nämlich nur zwischen 1-3 l Most, welche dann standardisiert ausgebaut werden. In der Verkostung probiert man also keine verkaufsfertigen Weine, sondern es geht darum das önologische Potential des Stocks zu beurteilen. Diese Erkenntnis wird zusammen mit Ergebnissen aus dem Labor
betrachtet und nur die Besten schaffen es in die nächste Züchtungsstufe. Bereits in den ersten Proben waren vielversprechende Kandidaten dabei.
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Dürfen wir vorstellen: Felicia, die neue Piwi-Rebsorte vom JKI Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof.
Die Rebsorte hat die Zulassung in die Sortenliste erhalten!
Gekreuzt wurde sie 1984 aus SIRIUS x VIDAL BLANC, den Sortenschutz erhielt sie 2004 und nun, in den letzten Tagen des Jahr 2020 die Zulassung. Ein weiterer Schritt Richtung Nachhaltigkeit.
Typisch für FELICIA sind große und lockerbeerige Trauben, die sich auch für den direkten Verzehr eignen, und mit drei bis vier Trauben pro Trieb weist die Sorte ein relativ hohes Ertragsniveau auf. Durch die lockere Traubenstruktur ist sie recht unempfindlich gegenüber Botrytis.
Neben mittelstarken Widerstandsfähigkeiten gegen Echten Mehltau und Falschen Mehltau besitzt die Sorte auch eine Resistenz gegen die Schwarzfäule.
Im Weinberg erkennt man FELICIA schnell durch ihre markant glänzenden Blätter, durch ihren nicht ganz aufrechten Wuchs gestaltet sich die Heftarbeit im Weinberg jedoch etwas aufwändiger.
FELICIA steht für einen leichten, feinfruchtigen und säurearmen Weintyp. Das Bukett ist geprägt von feinen, floralen und fruchtigen Aromen wie grüner Apfel, Aprikose und Banane,
die in manchen Jahren mit einem dezenten, angenehmen Muskatton kombiniert sind; der Wein besitzt darüber hinaus eine harmonische Säure. Aufgrund der vorwiegend dezenten Weinstilistik ist die
Sorte hervorragend als Verschnittpartner geeignet.
Bei Fragen könnt ihr Euch gerne an uns wenden oder Kontakt direkt zum Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof aufnehmen.

Die Weine des Instituts für Rebzüchtung Geilweilerhof haben sehr gut beim PIWI Weinpreis 2020 von PIWI International abgeschnitten.


Die Ergebnisse der Weine:
2019 Calardis Musqué mit 94 Punkte = Gold
2019 Calardis Blanc mit 91 Punkte = Gold
2019 Reberger mit 89 Punkte = Silber

 

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Calardis Blanc    Calardis Musque   Urkunde Reberger

Wir wünschen Euch und Euren Liebsten einen schönen 2. Advent. Wir hoffen Ihr seid brav gewesen und Ihr bekommt reichlich Wein vom Wei(h)nachtsmann gebracht.
Alternativ könnt Ihr Euch übrigens selbst beschenken. Unser Vorschlag: Eine Mitgliedschaft im Verein „Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V.“.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Forschung des Instituts im In- und Ausland sowie seine Kommunikation mit Weinbaupraxis und Öffentlichkeit zu fördern.


Das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof arbeitet auf der Grundlage moderner wissenschaftlicher Methoden & Erkenntnisse sowie jahrzehntelanger Erfahrungen. Es
• züchtet neue, robuste Rebsorten
• erhält die rebengenetische Vielfalt (Genbank)
• erforscht Krankheits- und Stresswiderstandsfähigkeit an Reben
• Forschung im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung der Merkmalserfassung für Züchtung und Präzisionsweinbau
• unterhält die Datenbanken des Informationszentrums rund um Rebe und Wein


Warum solltet Ihr Mitglied werden?
• Ihr könnt etwas für die Zukunft tun, denn wir unterstützen den wissenschaftlichen Nachwuchs
• Ihr bekommt interessante Neuigkeiten aus Forschung und Wissenschaft
• Ihr fördert den Rebenlehrpfad, welcher über die Arbeit des Instituts informiert
• Ihr unterstützt die Anschaffung von Exponaten der Ausstellung (genetische Ressourcen, Züchtung, Kellerwirtschaft, Forschung, Schaderreger und Schädlinge) Die Besichtigung ist an Veranstaltungen möglich.
• Ihr könnt an der die jährliche Versuchsweinprobe teilnehmen und habt so die Möglichkeit die neusten Rebsorten als eine/r der ersten zu testen
• Ihr bekommt die jährliche Mitgliederzeitschrift „geilweilerhof aktuell“
• Außerdem verleihen wir alle 2 Jahre den Peter Morio-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Rebenzüchtung und -forschung


Was kostet Euch die Mitgliedschaft im Jahr?
- Für Privatpersonen 25 €
- Für juristische Personen 50 €


Lust bekommen in unsere gemeinsame und nachhaltige Zukunft zu investieren? Dann schreibt uns an.

Mitglied werden

Advent, Advent das erste Lichtlein brennt. Wir wünschen Euch und Euren Liebsten einen schönen ersten Advent.
Seid ihr noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken? Wie wäre es zum Beispiel mit einem der vielfältigsten Cuvées der Welt? Diesen gibt es übrigens in 2 Varianten. Einmal als Weißwein und einmal als Rosé.
Weltweit existieren etwa 12-15.000 verschiedene Rebsorten und Wildarten. Das Sortiment am Geilweilerhof, zugleich auch die größte Sammlung Deutschlands, enthält über 3.000 Rebsorten.
Aus diesem umfangreichen Sortiment werden Rebstöcke ausgewählt und daraus Cuvées kreiert. Im Cuvée Vielfalt aus dem Jahr 2019, befinden sich 441 Rebsorten im Rosé und 704 verschiedene Rebsorten im Blanc. Wow, da steckt die volle Power in einer Flasche. Und das Spannendste daran ist, dass er nicht sortentypisch ist. Klar, bei so vielen Rebsorten hat man die pure Vielfalt im Glas.
Wer also auf außergewöhnlich und besonders steht, der findet im Wein Vielfalt seine Erfüllung.
Die Weine bekommt Ihr im Weinverkauf am Geilweilerhof zu den üblichen Öffnungszeiten oder ihr bestellt einfach Online.

 

Die Rebensämlinge, oder auch die Rebe von Morgen:
Derzeit werden die kleinen Pflanzen in ihre wohlverdiente Winterruhe geschickt. Wie das genau funktioniert? Hier kommt die Antwort:
Im Frühjahr werden aus den Traubenkernen neue Sämlinge gezogen. Über die folgenden Monate werden die Besten ausgesucht und können dann in Ruhe im Folienhaus wachsen und Energie tanken. Im Spätjahr, nachdem die Blätter abgefallen sind, werden sie ausgegraben und dann bekommen sie ihr Wachsbad, um die Augen der Jungpflanzen zu schützen. Nach dem Wässern der Pflanze werden sie verpackt und kommen zum Winterschlaf in die Kühlkammer, um dann im nächsten Jahr in die Weinberge gepflanzt werden zu können. So schließt sich der Kreis.

 

Habt ihr eigentlich schon einmal die Rebsorte Calardis Musqué im Glas gehabt? Sie ist eine Neuzüchtung des JKI Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof.
Gekreuzt im Jahre 1964 aus Bacchus und Seyval. Die stetig hohe Qualität der Rebsorte über die Jahre ist besonders erwähnenswert. Die interessante Säure und auch die ausgeprägten Aromen machen die Sorte auch im Anbau interessant für restsüße Weinspezialitäten.
Der Wein des Jahrgangs 2019 zeichnet sich zunächst durch frische Noten wie Stachelbeere, grüne Paprika und Zitrusfrüchte aus. Der Muskatton bringt Würze ins Glas.
Auch beim ersten Schluck bestätigt sich der Eindruck. Zunächst zeigt sich ein eleganter Geschmack, der sich beim 2. Schluck zu einer wahren Geschmacksexplosion herausstellt. Hier kann man sich über exotische Aromen, wie Maracuja, Mango, Ananas und Physalis erfreuen. Auf der Zunge bleibt ein Hauch von Honig.
Na, Durst bekommen? Im Weinverkauf könnt ihr die Neuzüchtung erhalten. Natürlich könnt ihr euch den Wein auch nach Hause schicken lassen.
Selbstverständlich haben interessierte Winzer auch die Möglichkeit für einen Versuchsanbau. Pflanzgut steht zur Verfügung. Einfach die Züchter des JKI kontaktieren.

 

Da kommt Freude auf. Die Piwi-Weine des Julius-Kühn-Instituts haben am Wettbewerb der Landwirtschaftskammer teilgenommen.
Und gewonnen haben: Calardis Blanc und Felicia Bronze, Regent Silber und Reberger Gold. Neben den Piwi-Weinen, haben auch die traditionellen Rebsorten, wie Riesling und Spätburgunder, die Silbermedaille erhalten. Ihr habt natürlich die Möglichkeit die Weine zu probieren und Euer eigenes Urteil zu bilden. Im Weinverkauf des Geilweilerhofs bekommt ihr die Weine für Eure persönliche Verkostung.

 

Die Bundesministerin, für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner hatte vom 30. August bis zum 1. September, die europäischen Agrarminister, zum informellen Kongress nach Koblenz eingeladen. Auch das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof war dabei und durfte sich, seine Arbeit und natürlich auch seine Weine und Sekte vorstellen. Die Rebenzüchtung beweist mit der neuen Rebsorte Calardis Blanc, dass es möglich ist, hochwertige, geschmackvolle Weine herzustellen und ca. 70 % Pflanzenschutzmittel zu sparen. Hier noch ein paar Impressionen für Euch.

 

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Julius Kühn-Institut

 

 

Die Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V. unterstützt mit seiner Tätigkeit die Forschungsarbeiten des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof, einem Fachinstitut des Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

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